Das Hotelzimmer der nahen Zukunft

Hotelzimmer der Zukunft

Insbesondere in Entwicklungsländern schafft Tourismus dringend benötigte Arbeitsplätze und stabilisiert die (lokale) Wirtschaft. Eines der obersten Ziele unserer gemeinnützigen Organisation ist es, jungen Erwachsenen den Berufseinstieg in die Hotellerie ihres Heimatlandes zu ermöglichen.

Dies ist allerdings nur dann eine nachhaltige Hilfe, wenn die Hotelbetriebe sich am Markt halten können und die Arbeitsplätze gesichert sind. Vor diesem Hintergrund sehen wir eine große Bedeutung darin, Branchenentwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Eines unserer Forschungsprojekte widmet sich daher der Frage, welche Ansprüche Hotelgäste in fünf Jahren an ein Hotelzimmer stellen, um Erkenntnisse daraus in unsere jeweiligen Partnerländer weiterzugeben.

Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft hat sich auch auf die Entwicklung der Hotelzimmer ausgewirkt. Bereits in den vergangenen Jahren konnten wir rasante Veränderungen feststellen: Trends, die kamen und gingen, aber auch Innovationen, die blieben. Gleichzeitig haben wir bemerkt, dass gerade das Thema „Informationstechnologie“ in der Hotellerie zum Teil noch in den Kinderschuhen steckt.

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Das Wachstum des Economy-Segments als Reaktion auf die Forderung der Gäste nach „günstigen“ Preisen spielt sicher eine Rolle. Die Reduzierung auf das Wesentliche sowohl beim Hotelbau als auch in der Hotelausstattung galt einige Zeit als Prämisse. Mit größtem Respekt wollen wir hier als Beispiel die Marke B&B nennen. Diese hat es perfektioniert, die Grundbedürfnisse des Gastes abzudecken und dabei in ein sinnvolles Verhältnis zum Zimmerpreis und Standort zu setzen.

Der europäische Markt wird außerdem von dem ausgeprägten Gästebedürfnis nach Datenschutz beeinflusst. Die Einhaltung der Standards weist einen hohen administrativen als auch entwicklungstechnischen Aufwand auf. Dies ist insbesondere nach Ablauf der Übergangsfrist dieses Jahr zur neuen Datenschutzregelung zu spüren.

Nicht zuletzt bedeutet jede Investition in die Aufrüstung der Technologie gleichzeitig auch die Minderung von Renditen, auf die gerade große, traditionelle Gesellschaften für ihre Investoren achten müssen.

Vor einer Start-up-Mentalität und der damit verbundenen Risikobereitschaft sowie dem Verzicht auf hohe Renditen (teils für Jahre) schrecken viele daher zurück. Dabei kann dieser Schritt durchaus funktionieren und langfristig zu größerem Erfolg führen. Als vielleicht prominentestes Beispiel dafür können wir die Online Travel Agencies (OTAs) aufführen. Die Verteilung der Reservierungen könnte heute ganz anders aussehen, wenn Hotelkonzerne vor den OTAs bereits eigene digitale Buchungsplattformen aufgebaut hätten. Es hätte sich im wahrsten Sinne des Wortes für die gesamte Branche rentiert, voranzugehen anstatt hinterherzulaufen.

Mit unserem Forschungsprojekt wollen wir unserer Zeit voraus sein. Welche Ansätze verfolgen wir hier? Ein zentrales Stichwort ist das Smart Hotel. In den Privatwohnungen der Gäste ziehen immer mehr smarte Technologien ein, an die sich die Menschen schnell gewöhnen und die sie bei einem Hotelaufenthalt nicht vermissen wollen.

Konkret kann das unterschiedlich umgesetzt werden, z.B. über ein Tablet auf dem Zimmer, das Öffnen der Zimmertüre mit Hilfe des Smartphones oder einen Touchscreen, der im Spiegel des Badezimmers integriert ist. Dabei stellen wir uns die folgenden Fragen:

  1. Was möchte oder braucht der Gast?
  2. Was lässt sich technisch umsetzen?
  3. Wie lässt sich das ökonomisch sinnvoll umsetzen?

Die Priorität liegt an erster Stelle beim Gast und seinen Wünschen. Allzu oft wird den Kosten eine höhere Bedeutung zugesprochen. Aber letztlich werden sich Hotels nur dann halten können, wenn der Gast sich für sie entscheidet und nicht auf Alternativangebote zurückgreift – und dafür benötigt es Veränderungen. Ein reales Hotelzimmer in Deutschland dient zum Test der Innovationen. Echt Hotelgäste werden darin übernachten. Das Feedback dieser Gäste nehmen wir zum Anlass, die Erkenntnisse zu überprüfen und anzupassen.

Dabei handelt es sich um einen Prozess, der immer weiterläuft – gemäß dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“. Unser Forschungsprojekt ist somit kontinuierlich angelegt.

Unseregemeinnützige Organisation versteht sich dahingehend als Plattform für Denkanstöße. Die Empfehlungen an die Hotels, die sich aus der Forschungsarbeit ergeben, werden ständig aktualisiert.

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