Am 18.05.2018 wurde die Friedrich Hospitality Foundation (FHF) mit Sitz in Stuttgart gegründet. Sie ist nach der Mission und dem Gründer Michael Friedrich benannt und setzt sich für die Berufsausbildung von sozial benachteiligten Personen im Gastgewerbe und Tourismus ein.

Die Idee hinter der Gründung der FHF

Die international aktive FHF widmet sich aus persönlichem Antrieb der Bildungsförderung von jungen Menschen im Gastgewerbe und Tourismus. Während privater sowie geschäftlicher Aufenthalte in verschiedenen Ländern, insbesondere in Teilen Afrikas, hat Michael Friedrich, Gründer und Vorstandsvorsitzender der FHF, unterschiedliche Kulturen kennengelernt, deren verbindendes Element stets die Gastfreundschaft war. Gleichzeitig hat er die große soziale Kluft erlebt, die viele junge Erwachsene nach dem allgemeinen Schulabschluss in eine Orientierungslosigkeit versetzt. „Weiterbildung hängt stark von der finanziellen Situation einer Person ab. Bis heute gibt es große Startunterschiede. Wir wollen mit unserer gemeinnützigen Organisation zu mehr Chancengleichheit von jungen Menschen auf der ganzen Welt beitragen“, erklärt Michael Friedrich.

Bildung öffnet Türen

Tourismus dient in vielen Entwicklungsländern als Wirtschaftsmotor und eröffnet aufgrund der vielseitigen Berufsbilder Chancen auf allen Karrierestufen. Michael Friedrich kennt als langjähriger Hotelier die Branche genau und weiß: „Ausgebildete Fachkräfte in Hotels und Restaurants werden auf der ganzen Welt gesucht.“ Die FHF setzt sich dafür ein, junge Erwachsene für diese Berufe zu qualifizieren und ihnen dadurch eine Zukunftsperspektive zu geben.

Der Fokus der Förderprojekte lag bei Gründung auf Europa, südliches Afrika und den Kapverdischen Inseln. Das Prinzip der gemeinnützigen Organisation ist es, überall dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. In Zukunft sind darum auch Engagements in anderen Ländern denkbar.

Stipendien für Auszubildende: Bildung für alle!

Die Förderprojekte der FHF sind in die vier Bereiche „Personen“, „Einrichtungen“, „Forschung“ und „Infrastruktur“ eingeteilt. Der Bereich „Personen“ bezeichnet die Vergabe von Stipendien, die Studiengebühren sowie weitere Ausbildungskosten decken, und die Vermittlung von Kontakten für Praktika im In- und Ausland. Die FHF arbeitet dabei eng mit den Bildungseinrichtungen, Politik und Wirtschaft zusammen. Konkrete Förderprojekte in diesem Bereich sind bereits für Mosambik, den Kapverdischen Inseln und Deutschland im Gespräch. Auch ein Mentoren- und Patenschaftsprogramm ist in Planung.

Qualitätssicherung der Lehre: Immer aktuell!

Im Bereich „Bildungseinrichtungen“ unterstützt die FHF die regelmäßige Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte, arbeitet gemeinsam mit den Schulen Lehrpläne aus und prüft die Qualität des gebotenen Unterrichts vor Ort. Auch die Beschaffung von Büchern oder anderen Materialien für den Unterricht zählen dazu. Hier integriert die FHF vor allem ihre Corporate Partner aktiv. Für Unternehmen bietet die gemeinnützige Organisation verschiedene Möglichkeiten sich neben klassischen Spenden einzubringen.

Erkennen von Entwicklungen: Interdisziplinär denken!

Durch die Untersuchung wissenschaftlicher Fragestellungen in Bezug auf den Tourismus im Bereich „Forschung“ ist ein frühzeitiges Erkennen von Branchenentwicklungen möglich. Hierfür pflegt die FHF den intensiven, interdisziplinären Dialog mit Universitäten und Hochschulen. Das Ziel: die Ergebnisse aus der theoriegeleiteten Forschung in einen gesellschaftlichen Kontext zu setzen und praxisorientiert aufzubereiten. Auf diese Weise können die Erkenntnisse auf andere Förderbereiche transferiert werden.

Bau von Hotelfachschulen: Nachhaltig handeln!

In Entwicklungsländern scheitert die Berufsausbildung nicht nur an fehlenden finanziellen Mitteln der Schüler, sondern auch daran, dass Schulen überfüllt oder zu weit weg und damit nicht erreichbar sind. Durch den Bau von Hotelfachschulen will die FHF die Grundlagen für ein langfristiges Lehrangebot schaffen. Mit steigender Anzahl Schulen erhöhen sich die Chancen auf einen Bildungsplatz. Die Förderung solcher Bauprojekte geht dabei über die reine finanzielle Unterstützung hinaus. Experten auf den jeweiligen Gebieten und Bauphasen stehen während des gesamten Projekts mit Rat und Tat zur Seite. Eine Personen-, Einrichtungs– und Forschungsförderung durch die FHF kann sich an den Bau anschließen.

Siegel der Sicherheit: Regelmäßig geprüft!

Personen, Bildungseinrichtungen und andere Projektpartner, die von der FHF gefördert werden, erhalten Leistungszertifikate, die als Symbol für eine gesicherte professionelle Ausbildung stehen. Diese Zertifikate sind an regelmäßige Prüfungen gebunden. Neben Projektberichten, in denen die Mittelverwendung nachweislich dokumentiert werden muss, gehören auch Kontrollen vor Ort zu den Sicherheitsmaßnahmen, damit alle Fördermittel auch dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Die FHF unterzieht sich zudem selbst regelmäßigen Prüfungen sowohl durch ein internes Controlling als auch durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer. Im jährlichen Geschäftsbericht werden alle Einnahmen und Ausgaben detailliert und transparent aufgezeigt.

Veröffentlicht am: 22. Mai 2018|Zuletzt aktualisiert: 20. September 2021|Kategorien: gemeinnützige Organisation|Tags: , , |706 words|3.5 min gelesen|