Mit dem Landwirtschaftsprojekt in Vilankulo sollen die Erträge der Landwirtschaft gesteigert werden, um die Ausgangslage der lokalen Landwirte zu verbessern.

Herausforderungen der Landwirtschaft in Vilankulo

Die Landwirtschaft in Vilankulo steht noch ganz am Anfang: Nur wenige Bauern haben ausreichend Wissen oder Mittel zur Verfügung, um nachhaltig anzubauen. Zudem hat das Land mit langanhaltenden Trockenperioden zu kämpfen, worunter auch die landwirtschaftliche Produktion enorm leidet.

Lokale Hotels, Restaurants und andere gastronomische Betriebe müssen daher häufig auf Waren aus dem Ausland oder ferneren Inland zurückgreifen, was mit höheren Kosten verbunden ist. Die COVID-19 Pandemie hat den Import von Lebensmitteln darüber hinaus stark beeinträchtigt und verteuert. Ein weiteres Zeichen dafür, wie wichtig es für eine Region ist, sich selbst mit Grundnahrungsmitteln versorgen zu können.

Gemeinsames Landwirtschaftsprojekt der Stadt, DMG und FHF

Das Landwirtschaftsprojekt in Vilankulo, das in einer gemeinsamen Initiative des Bürgermeisters von Vilankulo, William Tunzine, und des verstorbenen Honorargeneralkonsuls für Mosambik, Senator E. h. Siegfried Lingel entstand, soll die Ausgangslage der lokalen Landwirte verbessern. Durch die Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge wird die Abhängigkeit von anderen Regionen und Ländern langfristig reduziert. Zudem können durch den Verkauf der Lebensmittel, mehr Einnahmen für die lokalen Arbeitenden generiert werden.

Projektträger ist die Friedrich Hospitality Foundation (FHF). Durchgeführt wird das Projekt vor Ort von der Deutsch-Mosambikanischen Gesellschaft e.V..

Lehrinhalte

Die Gemeinden der Stadt Vilankulo haben Landwirte ausgewählt, die an dem ein Jahr laufenden Projekt teilnehmen. Insgesamt 15 Landwirte im Alter von 19 bis 60 Jahren lernen mehr über folgende Themen:

  • Nachhaltige Bewässerung
  • Erzeugung von Sämlingen und organischen Düngemitteln
  • Verwendung von Samen und Saatgut
  • Kultivierung von neuen Pflanzen
  • Techniken zur Feldbearbeitung mit handgefertigten Geräten, z.B. Hacken
  • Ernte- und Verarbeitungstechniken für die angebauten Lebensmittel

Das erlernte Wissen geben sie anschließend in ihrer eigenen Gemeinde weiter, sodass insgesamt mehr als 300 Bauern davon profitieren können.

Projektablauf

Das Projekt ist in 5 Phasen aufgeteilt:

  1. Theoretische und praktische Ausbildung der ausgewählten Landwirte durch Agrartechniker
  2. Bau eines Gewächshauses und Installation des Feldbewässerungssystems
  3. Bestellung der Felder und Herstellung von organischen Düngemitteln
  4. Anwendung von Techniken zur Feldbearbeitung mit spezifischen Handgeräten
  5. Ernte und Vermarktung der Lebensmittel

Der Bau des Gewächshauses erfolgt unter Anleitung von Technikern mit Hilfe aller Projektteilnehmer. Die Konstruktion wurde an die lokalen Methoden und Materialien angepasst, damit eine in Zukunft auch eine schnelle Reparatur mit regionalen Ressourcen möglich ist. Auch ein Nachbau des Konstrukts kann auf diese Woche von den Projektteilnehmern realisiert werden.

In den nächsten Monaten werden wir über den Fortschritt des Projekts berichten und sind gespannt, auf die ersten Ernteergebnisse!

Veröffentlicht am: 30. November 2020|Zuletzt aktualisiert: 21. September 2021|Kategorien: Mosambik|Tags: |421 words|2.1 min gelesen|