Weihnachten in Mosambik

Weihnachten in Mosambik

Der Duft nach frisch gebackenen Plätzchen, ein festlich geschmückter Tannenbaum und eine knusprige Weihnachtsgans. Was in Deutschland typische Weihnachtstraditionen sind, ist für Menschen aus anderen Ländern eher ungewöhnlich. Aber wie feiert man Weihnachten in Mosambik?

Von Portugal nach Afrika

Sicher fragen Sie sich, was denn nun Portugal mit den mosambikanischen Weihnachtstraditionen zu tun hat, richtig? Die Antwort ist ganz einfach: Mosambik ist eine ehemalige Kolonie Portugals, und es waren die Portugiesen, die das Fest nach Afrika brachten. Aus diesem Grund ist das mosambikanische Weihnachtsfest dem in Portugal sehr ähnlich. Dennoch hat sich Mosambik seine eigenen weihnachtlichen Traditionen geschaffen.

Boas Festas  

Diese zwei Wörter hört man in Mosambik ab Mitte November immer öfter. Denn: „Boas Festas“ ist das Grußwort der Festtagssaison. Mit diesem wünschen sich die Mosambikaner gegenseitig frohe Feiertage und erinnern sich an die bevorstehenden Festtage.

Weihnachten in Mosambik

Für viele Mosambikaner hat Weihnachten nicht nur eine religiöse Bedeutung, sondern vor allem auch eine soziale. Durch das Weihnachtsfest kommen Familie und Freunde zusammen, um Zeit miteinander zu verbringen, gemeinsam zu essen und zu feiern.

Anders als in Deutschland, wo man sich auf weiße Weihnachten freut, feiern die Menschen in Mosambik Weihnachten im Hochsommer. Da Mosambik zu den tropischen Klimazonen gehört, liegen die Temperaturen in den Küstenregionen das ganze Jahr über bei etwa 25 -35 °C. Im Landesinneren können die Temperaturen sogar noch etwas höher liegen. Aufgrund der globalen Erwärmung ist das Klima in Mosambik unberechenbar.

Ablauf der Weihnachtsfeiertage

Im Gegensatz zu Deutschland ist in Mosambik der eigentliche Festtag am 25. Dezember. Im mosambikanischen Feiertagskalender wird er auch als „Tag der Familie“ bezeichnet.
Die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember verbringen die meisten Christen in der Kirche. Dort zelebriert man die heilige Messe, die „Misa da noite do Natal“, bei der zusammen gebetet, gesungen und die Geburt Christi gefeiert wird.

Den 25. Dezember feiert man in Mosambik im Kreis der Familie und Freunde. Viele Mosambikaner verbringen den Tag entweder am Strand oder zu Hause im Garten oder Hof. Im Gegensatz zum 24. Dezember ist an diesem besonderen Tag der Tisch reich gedeckt. Jede Familie bringt selbst gemachte Spezialitäten mit, die auf einem Buffet festlich angerichtet werden.

An den Weihnachtsfesttagen tragen viele Mosambikaner rote Kleider oder Gewänder.

Traditionelle Bescherung in Mosambik

In Mosambik steht die Bescherung an Weihnachten weniger im Vordergrund als in der westlichen Welt. Üblicherweise erhalten die Kinder Geschenke, mit denen sie für ihren Fleiß in der Schule belohnt werden. Meistens bekommen sie neue Kleidung, Schuhe, Schulsachen, oder dürfen zum Friseur gehen. Die Kinder freuen sich aber nicht nur über die Geschenke, sondern sind auch glücklich, weil das Schuljahr zur gleichen Zeit endet.

Der westliche Einfluss

Durch die Nähe zu Portugal und Brasilien hat sich in Mosambik die Gewohnheit zum Beschenken immer stärker etabliert. Während der Adventszeit werden unter Freunden, Kollegen und Familienmitglieder Geschenke ausgetauscht. In Deutschland kennt man diese Tradition als Wichteln – oder wie man in Mosambik sagt: „Amigo oculto“.

Auch das Aufstellen von Weihnachtsbäumen wird immer beliebter. In Mosambik werden jedoch überwiegend künstliche Tannenbäume gekauft. Traditionell schmückt man die Häuser auch nicht mit Lichterketten wie wir es z.B. in Deutschland kennen. Vielmehr sind die Geschäfte der Innenstadt beleuchtet oder die Häuser derer, die es sich leisten können. Auch der Adventskalender ist in Mosambik nicht verbreitet – noch nicht. Denn der westliche Einfluss verbreitet sich auch in dem afrikanischen Land immer mehr.

Das Weihnachtsessen in Mosambik  

Traditionell wird in Mosambik, wie auch in Portugal, am Heiligen Abend gekochter Kabeljau mit gekochten Kartoffeln, Gemüse und Eiern gegessen. Der Kabeljau wird hierfür aus Portugal importiert. Zum Nachtisch gibt es einen einfachen, selbstgebackenen Kuchen (Pão de lò) und auf Holzkohle geröstete Cashewnüsse.

Weihnachten weltweit

Ob in Mosambik, Deutschland oder anderen Teilen der Welt – Weihnachten ist das Fest der Liebe, an dem die ganze Familie zusammenkommt und feiert.

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